Der T-Bot 1.0

Der T-Bot ist eine hocheffiziente, nachhaltige, professionelle, und exklusive Lösung, um Kräuter- und Fruchtheißgetränke auf Wasserbasis präzise zuzubereiten. (Das stimmt nur fast...)

Braucht das irgendjemand wirklich? Wahrscheinlich nicht. Macht es Spaß, sowas zu bauen und dem Gerät bei der Teezubereitung zuzuschauen? Definitiv ja!

Und da ein Video bekanntlich mehr sagt als eintausend Bilder:

Also, was kann das Gerät nun?

Der Benutzer kann die Ziehzeit und -temperatur manuell einstellen (Buttons "Zeit" und "Temp.") oder eines von drei voreingestellten Programmen wählen ("Prog.", Anzeige "A/B/C") - zum Beispiel für grünen Tee (der besonders niedrige Temperaturen braucht) oder schwarzen Tee (der besonders kurz zieht).

Entstanden ist die Idee zum T-Bot bei Pi and More 5, wo Nico Maas eine Lösung für den gleichen Zweck gezeigt hat, die aus einer relativ großen torartigen Konstruktion bestand. Ich habe eine etwas kompaktere Lösung angestrebt. 

Die massive Bodenplatte für das Gerät tauchte ungefragt im Keller auf (in genau dieser Form). Darauf habe ich aus Holz die Hebelkonstruktion errichtet, die mit einem Modellbauservo angetrieben wird. Die Stromversorgung erfolgt über eine 9V-Batterie, für die von unten ein Ausschnitt in die Bodenplatte gefräst wurde. Von oben ist ein Teil der insgesamt "dreilagigen" Elektronik in die Platte versenkt.

Die unterste Schicht der Elektronik ist ein PSOC 4 CY8CKIT Board von Cypress, welches einen PSOC 4100 Microcontroller enthält. Darüber befindet sich eine übliche Streifenrasterplatine, die größtenteils von unten mit SMD-Bauteilen bestückt ist (bis auf die Bedienelemente). Ganz oben befindet sich das Frontpanel - eine weiße Plasteplatte, die mir freundlicherweise von kaiser bei LASERPLUSS an strategischen Stellen kontrolliert verschmort wurde, so dass sich eine schöne Beschriftung ergibt.

Der Microcontroller wurde mit der IDE von Cypress in C programmiert, und ist als State Machine implementiert. Er steuert über seine GPIOs nicht nur das Servo, sondern wertet auch den Temperatursensor aus, einen DS18B20, der wasserdicht verpackt ist. Die Elektronik wird - bis auf das Servo, welches direkt an 9V angeschlossen ist - über einen LT1761-5 Spannungswandler versorgt. Der Rest der Elektronik besteht aus zwei Bargraph-Displays, vier Tastern, einem Pieper, dem Hauptschalter, und ein bisschen "Vogelfutter".